Was und wieviel ist schon über SIE gesagt, gesungen und geschrieben worden – die Literatur über La Serenissima, über Venedig, die einzigartige Lagunenstadt, füllt ganze Bibliotheken. „Wenn ich ein anderes Wort für Musik suche, so finde ich immer nur das Wort Venedig,“ so formulierte schon Friedrich Nietzsche.
Lassen Sie uns einen Überblick zu gewinnen versuchen: „Venedig lebt. Eine Kleinstadt voller Fußgänger, die stehen bleiben, schwatzen und ein Glas zusammen trinken. Auch wenn die Bevölkerung dramatisch schrumpft: Das Leben, den Alltag spürt man hier stärker als anderswo. Der Müllmann läuft schreiend von Haus zu Haus, jeder Ziegelstein, jede Ware muss von kleinen Booten zum nächstgelegenen Kanal gebracht und dann von Lastträgern über die Treppen der Brücken gehievt werden. Daneben existiert ein zweites Venedig, eine Stadt der Träume, ein Mythos, melancholisch, müder Erbe eines dahin gegangenen See- und Handelsreichs. Gegenwart und Vergangenheit – in Venedig scheint beides im anderen weiterzuleben. Alte und moderne Kunst, Biennale und Hinterhofidylle, Umweltprobleme und fieberhafte Restaurationsbemühungen: Die Welt der Venezianer ist in Bewegung geraten und dabei dennoch, trotz zwölf Millionen Besuchern pro Jahr, an manchen Stellen gleich geblieben, eine altmodisch verträumte und charmante Welt“ (Peter Peter). Und über allem liegt die Melancholie der „Polesine dei sospiri“, des Landes der Seufzer, wie die Menschen ihre Heimat nennen … Die Wirkung, die Venedig auf ihre Besucher ausübt, ist so alt wie die Stadt selbst: Sie betört den Besucher, lockt ihm sein Geld aus der Tasche und verzückt ihn dafür durch ihren Zauber. Bilden Sie sich Ihre eigene Meinung, schauen Sie sich um und schlendern Sie mit offenen Augen durch dieses so widersprüchliche Gesamtkunstwerk.